Geschichte des Fläminglaufes

Die Entstehung des Fläminglaufes

In Vorbereitung auf den 6. GuthsMuts – Rennsteiglauf 1978 an dem ca. 15 Wittenberger Läufer teilnehmen wollten, trafen sich im Frühjahr 5 Sportsfreunde und kamen überein, eine Strecke festzulegen, auf welcher sich alle Teilnehmer einem Test unterziehen konnten. Die Strecke sollte im Charakter der des Rennsteigs ähneln – natürlich entsprechend den territorialen Gegebenheiten – und überwiegend auf Wald- und Feldwegen mit Höhenunterschieden verlaufen, denn für viele war der Rennsteig Neuland.
Die Idee des Streckenverlaufes kam vom damaligen Sektionsleiter Wandern-Bergsteigen und Ori-entierungslauf (WBO) Eckhard Naumann, – damals der eifrigste Wittenberger Starter über den langen Kanten, die 65 km – dem heutigen Oberbürgermeister der Lutherstadt. Die Länge der Teststrecke betrug etwa 33 km. Sie verlief vom Volkspark über Reinsdorf-Dobien, Grüntal Mühle, Grabo, Berkau, Weddin, Jahmo, Mochau wieder zur Grüntal Mühle und von dort zum Volkspark.
Am 10. Mai 1978, einem Mittwochnachmittag, war es soweit, 10 Läufer sich, um an diesen Test-lauf teilzunehmen. Es waren E. Naumann, L. Matthes, M. Hillert, K. Roh, R. Schulzt, S. Marschner, S. Rölke, K. Schübel, H. Schläfer und G. Berger. Ein kleiner Verpflegungspunkt war in Mochau errichtet, organisiert von den Ehefrauen von E. Naumann und  R. Martin.
Weitere 7 Läufer testeten sich auf einer kürzeren, von Grabo direkt nach Mochau führenden Strecke über ca. 25 km.
Bei dem anschließenden Zusammensein und der Auswertung des Laufes wurde die Idee geboren, in Zukunft als Vorbereitung auf den Rennsteiglauf diesen Lauf in den Hohen Fläming ständig durchzuführen und somit einen Höhepunkt in der Laufbewegung des Kreises Wittenberg zu schaffen.  Ein Kurzbericht über diesen Lauf brachte darauf das damalige „Sportecho“ und benutzte bereits die Bezeichnung „Fläminglauf“!
Die Organisation vom 2. Lauf an, nun unter der offiziellen Bezeichnung „Fläminglauf“, übernah-men die Sportsfreunde  Herbert-G. Auer, Siegfried Marschner (Gesamtleiter bis zum 26. Lauf 2003), Eckhard Naumann, Horst Schläfer und Lothar Matthes, welcher als bisher einziger an allen Läufen als Aktiver teilgenommen hat. Unterstützt wurden die Organisatoren tatkräftig durch die Redaktion der Betriebszeitung „Der Ansporn“ – Chefredakteur R. Müller – des ehem. Stickstoffwerkes. Ab 1980 stellte diese auch die Siegerpokale und  -preise bereit; erste Pokalgewinner wurden Martin Deparade (Wettin – über 35 km) und Eberhard Busch (Dresden) über die 25 km.
In der Folge entwickelte sich der Lauf zu einer festen Größe im Laufkalender; nach 17 Starter beim ersten Lauf waren es 1979 bereits 70 und im Jahre darauf schon 230 Teilnehmer. Beinahe 500 Starter wurden es dann 1989, als unser Lauf zu einem der damaligen DDR-Ranglistenläufe erho-ben wurde.
Zu bemerken wäre noch, dass ab 1986 der Zieleinlauf über Rechner erfolgte und dass ab dem 10. Fläminglauf – 26. April 1987 – zusätzlich eine ca. 12 km lange Laufstrecke angeboten wurde, dafür aber der lange Kanten über 33 km nicht mehr, da der organisatorische Aufwand einfach zu groß war und somit die 25 km zum Hauptlauf wurden.
Ab 1991 konnte die damalige Streckenführung aus organisatorischen Gründen nicht mehr genutzt werden, eine neue wurde gesucht und ab 1992 der jetzige Streckenverlauf gefunden und bis heute größtenteils beibehalten und auch als schwieriger als der ehemalige Verlauf eingeschätzt; die Bestleistungen beweisen es. Diese sind:
25 km:
Männer 06.04.1999 Thomas Schacht (MTC Magdeburg)      1:26:22 h – 2001 tödlich verünglückt-
Frauen  18.04.2003  Sabine Willberg (VLG 91 Magdeburg)  1:42:20 h
12 km:
Männer 29.03.2002  Michael Schering (SC Magdeburg)       39:06 min
Frauen  29.03.2002  Tanja Semjonowa  (SAL Leipzig)         45:54 min

Traditionell fand der Fläminglauf bis 2004 immer am Karfreitag statt, danach waren wir Dank des Feiertagsgesetzes gezwungen, einen anderen Termin zu suchen, was sich sofort im Rückgang der Teilnehmerzahl bemerkbar machte. Für die Zukunft hoffen wir aber, wieder zum alten Termin zurückkehren zu können.